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  ...  Aus dem Leben einer Blondine, Rabenmutter und Autorin am Rande des Wahnsinns

… aus dem Leben einer Blondine,
Rabenmutter und Autorin
am Rande des Wahnsinss

Oh, Hallo…

da ist ja jemand… ups… nun, äh… schön, dass du auf meinem Blog vorbeischaust… nicht, dass du der oder die Erste wärst… nein, nein… ich hab nur grad im Moment nicht damit gerechnet… bin ja noch völlig ungeschminkt… und meine Nägel sind auch noch nicht gemacht… aber ich freue mich sehr, dass du dir offensichtlich gerne die Ideen und Gedanken einer Blondine zum Leben, der Welt im Allgemeinen… und natürlich wichtigen kosmetischen Fragen ansehen willst… wie?! Ach, du bist nur aus Versehen auf dieser Seite gelandet?! Tja, hm… vielleicht kannst du trotzdem einen winzigen Blick riskieren…?! Ich mein, kostet ja nichts, oder?! Okay, ich leg als kleines Dankeschön auch noch einen schlechten Witz obendrauf…

Also, kommt eine Blondine in die Bibliothek…

BLOG

Ruhm und Ehre

Als Schöpferin einzigartiger Drehbücher muss man sich natürlich gelegentlich am Set blicken lassen, um der Produktion und den Schauspielern die Gelegenheit zu geben, sich herzlich für die kunstvoll gedrechselten Dialoge zu bedanken. Zu diesem Zwecke habe ich mich auf die Reise nach Hamburg zum Drehort begeben… um meine Bewunderer zufriedenzustellen ist mir eben kein Weg zu weit…

Hm… komisch – kein roter Teppich am Set… vielleicht hätte ich mein Kommen doch etwas nachdrücklicher ankündigen sollen… andererseits… die Menschentraube, die sich sonst um meine Person herum gebildet hätte, wäre beim Dreh wahrscheinlich sowieso eher hinderlich gewesen. Oh, da ist ja auch schon die Producerin, sie wird bestimmt völlig aus dem Häuschen sein, mich endlich kennenzu… ach… nur ein schnelles Hallo im Vorbeigehen und das war’s…?!

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Seltsam… ich vermute, sie hat mich gar nicht erkannt… schließlich haben wir uns bis jetzt nur via Bildschirm gesehen… schätzungsweise war sie im ersten Moment von meiner strahlenden Erscheinung und meiner charismatischen Ausstrahlung quasi wie geblendet… ich werde mich ihr einfach noch einmal vorstellen.

Also… ähem… offensichtlich ist man hier völlig unvorbereitet, was den Besuch einer derart bedeutenden Persönlichkeit wie mich betrifft… nicht nur, dass mir keinerlei Erfrischungen angeboten wurden (…wenigstens ein paar Häppchen und etwas Champagner zum Anstoßen hätte ich eigentlich schon erwartet…), es steht auch kein Kamerateam bereit, um mich hinsichtlich der filmischen Umsetzung meines bahnbrechenden Werkes zu befragen… man könnte sogar sagen, dass ich weitestgehend ignoriert werde… zum Teil kennt man noch nicht einmal meinen Namen… wirklich unerhört!! Wenn ich nicht von Natur aus so bescheiden und zurückhaltend wäre, würde ich ernsthaft darüber nachdenken, rechtliche Schritte einzuleiten.

Stattdessen habe ich mich – selbstlos, wie ich nun mal bin – dazu bereiterklärt, mein umfassendes schauspielerisches Können als Komparsin zur Verfügung zu stellen. Man hilft ja immer gern… schließlich wollen wir doch alle im Grunde dasselbe – den Erfolg der Produktion. Und dass dieses Projekt durch meine Mitwirkung vor der Kamera nur gewinnen kann, steht ja wohl außer Frage!

   

Ich denke, die ersten lukrativen Angebote als Schauspielerin werden nicht mehr lange auf sich warten lassen…

Carpe diem

Home Office war für mich als Blondine und Autorin ja schon vor Corona die Regel, weshalb sich wohl kaum jemand besser als ich damit auskennt, wie man auch von Zuhause aus produktive und extrem effektive Arbeit leisten kann. Wichtig dabei ist vor allem eine gut durchdachte Stukturierung des Arbeitstages – bewusste Zeitplanung, sag ich da nur!

Mit dem ersten Klingeln des Weckers raus aus den Federn und… mmh… noch fünf Minütchen… wieso klingelt das blöde Ding eigentlich überhaupt so früh…?! Ist doch noch total dunkel… keine Ahnung, wieso man um diese unchristliche Uhrzeit aufstehen soll… ich drück mal eben die Schlummerta… chchrrrr… ups, da muss ich wohl versehentlich wieder eingeschlafen sein…

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Andererseits… es arbeitet sich natürlich wesentlich besser, wenn man gut ausgeruht ist. Jetzt nur noch schnell eine Kleinigkeit frühstücken und dann nichts wie ab an den Schreibtisch!

Wobei… eigentlich ist es ja ausgesprochen ungesund, Mahlzeiten einfach so hinunterzuschlingen… und immerhin ist das Frühstück praktisch die wichtigste Mahlzeit des Tages… vielleicht sollte ich mir doch lieber ein wenig mehr Zeit nehmen… währenddessen kann ich ja schon mal meine Mails checken… und ganz kurz bei Facebook und Instragram vorbeischauen… Social Media Präsenz ist schließlich immens wichtig, gerade als Autorin. Hach, wie süß, diese Tiervideos… immer wieder eine Freude… Hoppla, schon so spät…?! Nun aber rasch ins Bad… und danach frisch ans Werk!

Allerdings hat das rüde Wecken heute morgen leider seine Spuren hinterlassen… ziemlich unerfreulich, der Blick in den Spiegel – mir fehlt eindeutig mein Schönheitsschlaf. Am besten, ich trage erst einmal eine Feuchtigkeitsmaske auf, danach ein kühlendes Augengel… und eine Anti-Aging-Creme… bevor ich mich dann meinen Haaren widme, die ebenfalls dringend meine Zuwendung benötigen… in diesem derangierten Zustand kann ich mich auf keinen Fall an den Computer setzen… ich hab nämlich neulich erst gelesen, dass es für die Arbeitsmoral von großer Bedeutung ist, sich mit seinem Äußeren vollends wohlzufühlen… So, alles erledigt… puh, ich bin völlig geschafft…

    Also ehrlich – Arbeiten im Home Office ist dermaßen anstrengend!

Sommer, Sonne, Superstress

Verdammt… jetzt ist es doch noch Sommer geworden… völlig überraschend, quasi… so ein Mist! Also, bitte nicht falsch verstehen – ich liebe diese Jahreszeit… der Duft nach Sonnencreme, Cocktails am Swimmingpool, laue Nächte… nur benötige ich dafür eben ein wenig Vorlauf… schließlich war ja gar nicht mehr damit zu rechnen, dass der Dauerregen irgendwann wieder aufhört… weshalb ich nun deutlich in Verzug geraten bin.

Das Montagsbulletin Claudia Leins
Es gibt bei diesen sommerlichen Temperaturen nämlich etliche gravierende und nicht zu unterschätzende Probleme – zum Beispiel die Frage der Bekleidung. Das fängt schon damit an, dass ich bei Sichtung des Kleiderschrankes leider feststellen muss, dass ich nichts, aber auch gar nichts Geeignetes zum Anziehen habe. Davon abgesehen, dass die spärlich vorhandenen Sommersachen offensichtlich durch die eisige Kälte in diesem Winter geschrumpft sind… anders kann ich es mir nicht erklären, wieso sich plötzlich alle Reißverschlüsse an meinen Röcken nur noch mit extremem Kraftaufwand schließen lassen… und die ursprünglich lässig weit geschnittenen Shorts insgesamt ziemlich eng sitzen… sehr merkwürdig…

Hinzu kommt, dass man sich im Sommer aufgrund der Hitze natürlich wesentlich luftiger und freizügiger kleidet als in den kalten Monaten… womit wir auch bereits bei der nächsten Schwierigkeit wären… ein erster vorsichtiger Blick auf meine wochenlang stets bedeckt gehaltenen Beine enthüllt Erstaunliches – offenbar können sich Menschen bei entsprechenden Temperaturen ebenfalls ein Winterfell zulegen… zumindest legt dies der dichte Pelz auf meinen Unterschenkeln nahe… habe kurz daran gedacht, mich zur Überprüfung dieser Theorie der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen… letztendlich erschien es mir dann aber doch sinnvoller, dem Wildwuchs mit allen mir verfügbaren Mitteln Einhalt zu gebieten… unter anderem waren eine Sense und eine Heckenschere involviert…

Dadurch ergibt sich allerdings ein weiterer, zutiefst bedenklicher Aspekt – meine frisch enthaarten Beine leuchten nun in einem derart strahlenden Weiß, dass ich sie ohne Schutzhinweis für empfindliche Augen keinesfalls in der Öffentlichkeit präsentieren kann… ganz zu schweigen vom Rest des Körpers, der sich noch dazu definitiv nicht in einer Bikinitauglicher Form befindet… der Erwerb einer Bräunungscreme, sowie der Besuch eines Fitnesstudios sind demnach unumgänglich… Stress pur, sozusagen…

    Was spricht eigentlich dagegen, den Sommer einfach mal ausfallen zu lassen…?!

Immer schön flexibel bleiben

Das Leben ist ja immer im Fluss – nichts dauert ewig, alles ändert sich… da trifft es sich gut, wenn man so wie ich völlig entspannt und flexibel auf jegliche Art von Veränderung reagieren kann. Meine Devise: Stets offen für Neues bleiben, dann kann einen nichts mehr aus der Bahn… Moment mal – wieso finde ich meinen Lieblingstee, den ich seit Jahren trinke, nicht mehr auf der Website des Anbieters?! Handelt sich bestimmt nur um ein Versehen… am besten, ich weise die Leute von dem Online-Shop gleich mal darauf hin… nicht, dass sie durch diesen gravierenden Fehler noch finanzielle Einbußen erleiden… schätze, sie werden mir außerordentlich dankbar sein, dass ich als aufmerksame Konsumentin die Lage so gut im Blick habe…

Claudia Leins Das Montagsbulletin
Ich bin zutiefst geschockt – der Tee wurde einfach aus dem Programm genommen… ist es zu fassen…?! Angeblich würde diese Sorte nicht mehr den Geschmack der Kunden treffen… was schlichtweg nicht stimmt… immerhin habe ich diesen Tee ja regelmäßig gekauft, oder nicht?! Also, zumindest hätte man mich als jahrelange treue Kundin in diesen Entscheidungsprozess mit einbeziehen können… immerhin hat mein exzessiver Teekonsum die Firma quasi vor der Insolvenz bewahrt… aber meine eindringlichen Appelle, dass ich ohne diese Teesorte praktisch nicht leben kann, wurden einfach ignoriert… obwohl ich sogar angeboten habe, ihnen im Falle einer Exklusiv-Lieferung an mich etwas mehr zu bezahlen… unerhört, wie heutzutage mit Kunden umgegangen wird!!

Die Dame am Telefon hat obendrein noch die Frechheit besessen, mir vorzuschlagen, auf eine andere Teesorte umzusteigen – lächerlich… was für eine völlig absurde Vorstellung… das kommt überhaupt nicht in Frage! Ich werde jetzt sofort im Internet recherchieren und meine gesamte Zeit darauf verwenden, diese Teesorte woanders aufzutreiben… irgendwo wird sie sich schon finden lassen… alles andere wäre schlichtweg eine Katastrophe…

    Denn schließlich habe ich diesen Tee schon immer getrunken… und so muss es unbedingt auch bleiben…

Das Runde muss ins Eckige


Die EM hat begonnen! Fußball ist doch immer ein Quell der Freude… trotzdem sollte ich vielleicht vorsichtshalber sämtliche Türen und Fenster verriegeln… nur für den Fall, dass… verdammt, ich habe den ersten Stock vergessen – in Deutschlandfahnen gewickelte Nachbarn sind soeben über den Balkon eingedrungen. Der Plan, die feindlichen Truppen mit Bier und Chips zu beruhigen, ist leider im ersten Anlauf gescheitert… bin beim Versuch, Beruhigungsmittel in die Bierflaschen zu träufeln, ertappt worden… zur Strafe wurde ich dazu verdonnert, das Spiel in der rechten Ecke stehend anzusehen.
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Wieso gibt es eigentlich mehrere Spiele am Tag?! Wer zur Hölle hat sich das ausgedacht?! Die Chips- und Bierbestände sind bereits bedenklich geschrumpft – ein Vorwand, der sich andererseits ausgezeichnet zur Flucht nutzen lässt. Im Supermarkt herrscht gähnende Leere… sehr angenehm… obwohl… nicht, dass womöglich außer-terrestrische Geschwader endlich damit erfolgreich waren, Bayern einzunehmen… ich muss der Sache unbedingt auf den Grund gehen… ah, nein… bei unbefugtem Eindringen in den Personalbereich klärt sich zum Glück die Situation – Fußball flimmert über einen Fernseher. Mein eilig gestellter Asylantrag wurde allerdings vom Geschäftsführer des Ladens abgelehnt.

Wieder zurück Zuhause unterläuft mir ein schwerer Fehler beim Beliefern der fest in Feindeshand befindlichen Couch mit Speisen und Getränken – ich habe irrtümlich die aufs Tor stürmende Mannschaft für freundlich gesinnt gehalten… was einen einstündigen Vortrag über Abseitsregel bei Wasser und Brot zur Folge hat.

    Habe jetzt im Keller einen EM-Bunker eingerichtet und sende stündlich SOS – bis jetzt keine Antwort… Hilfe!!!

Sitz und Platz

Ich denke, es steht außer Frage, dass ich als Blondine und Hundebesitzerin in Bezug auf das Thema Hundeerziehung ebenfalls über ein umfassendes und sehr fundiertes Expertenwissen verfüge. Weswegen es umso verwunderlicher ist, dass noch kein Fernsehsender mit der Bitte an mich herangetreten ist, meine Fachkompetenz in einem entsprechenden Format zu präsentieren. Zumal ich ja auch optisch durchaus einen reizvollen Gegenpol zu Herrn Rütter und Kollegen bilden würde… nun gut… vorausgesetzt, die Produktion verfügt über eine extrem fähige Maskenbildnerin… und der Dreh findet bei schmeichelhafter Beleuchtung statt… vorzugsweise nachts… mit gedimmtem Licht…

Claudia Leins Autorin

Jedenfalls… im Prinzip ist die Erziehung eines Hundes wirklich kein Hexenwerk – wichtig sind vor allem ein selbstbewusstes Auftreten und klare Anweisungen… damit gelingt es garantiert, selbst schwierige Hunde unter Kontrolle… äh, einen Moment, ich muss nur ganz kurz… Hierher…! Sofort! Jetzt komm schon… bitte! Wenn’s geht heute noch, das wäre nett… oder eben so schnell wie möglich… nein, wir gehen nicht in die Richtung… okay, aber bloß ein paar Meter und dann… Aus… aus!! Nase weg da… nicht buddeln… und keine Mäuse fressen, hörst du?! Hallo…?! Das ist jetzt wirklich die letzte Ecke, an der geschnüffelt wird, verstanden…?! Gut, die eine noch… von mir aus die auch noch… aber dann kommst du endlich, ja…?!

    So, da bin ich wieder… wie gesagt… deutliche und möglichst einfache Kommandos sind entscheidend bei der Hundeerziehung…

Es grünt so grün

Herrlich, so ein Garten… ein Quell des Friedens, der Ruhe… also, theoretisch… praktisch vergeht nämlich keine Minute, in der nicht irgendwo in der Nachbarschaft der Rasenmäher dröhnt… verständlicherweise, schließlich droht bei ungezügeltem Wildwuchs im Garten der völlige Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder seinen Rasen einfach wachsen lassen würde wie es ihm gefällt?! Grauenhafte Vorstellung…

Weshalb ich mir selbstverständlich ebenfalls umgehend einen schicken neuen Rasenmäher zugelegt habe, um dieses Problem quasi von der Wurzel her anzugehen… wobei ich grundsätzlich bemängeln muss, dass diese Geräte, was die Optik angeht, doch schwer zu wünschen übrig lassen… was spricht z.B. gegen eine Lackierung des Gehäuses in frischem Pink?! Oder zumindest ein ansprechendes Blumenmuster auf diesem komischen Auswuchs, der hinten dranhängt… keine Ahnung, wofür der gut sein soll… auf jeden Fall nicht besonders formschön das Ganze… ach, da kommt das abgemähte Gras rein?! Interessant…

Claudia Leins Blog

Und damit kommen wir bereits zu einem weiteren Minuspunkt des von mir erworbenen Modells – leider ist mir zu spät aufgefallen, dass man diesen Rasenmäher auch bedienen muss. Bei dem Preis bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass das Teil die Arbeit von alleine bewältigt, während ich mich im Liegestuhl meiner frühsommerlichen Bräunung widme… was im Übrigen eine nicht minder anstrengende Aufgabe darstellt… aber nun gut… zum Glück bin ich ja technisch ausgesprochen versiert, so dass die Bedienung dieser Maschine keine größere Schwierigkeit darstellen dürfte… einfach nur an dieser Schnur ziehen und dann… hm… vielleicht noch einmal mit Gefühl… nichts… offenbar handelt es sich hier um einen Defekt… werde das sofort reklamieren… äh… wie, Benzin?! Woher soll ich denn wissen, dass man den Tank noch auffüllen muss… hätte mir ja auch mal jemand sagen können… aber jetzt frisch ans Werk!

Nach fünf minütigem intensiven und kräftezehrenden Rasenmähens drängt sich eine Frage geradezu auf – wozu brauche ich eigentlich eine derart große Grünfläche?! Wäre nicht ein hübsches Pflaster ein wesentlich ansprechender Anblick?! Davon abgesehen, dass man es schon aus Gründen des Artenschutzes nicht übertreiben sollte mit dem Zurechtstutzen des Rasens…

  Schließlich soll mir niemand nachsagen können, ich hätte kein Herz für Bienen…

Die Sache mit dem Klassentreffen

Soeben ist eine Einladung zum Klassentreffen hier eingetrudelt – oh mein Gott, ist das mit dem Abitur echt schon so lange her?! Ich bin uralt!! Ein Blick in den Spiegel bestätigt diese These. Wo kommen auf einmal die ganzen Falten her?! Kein Wunder, dass ich in letzter Zeit so schlecht gesehen habe – meine Augenlider hängen bis zu den Knien. Und was ist das da um die Lippen herum?! Sieht aus, als hätte mir Angela Merkel ihre Mundwinkel vererbt. Dabei mag ich die Frau noch nicht mal! Habe kurz ernsthaft eine Schönheits-OP in Erwägung gezogen. Jedenfalls, das mit dem Abifest können die vergessen – ich geh auf gar keinen Fall! 

Das Montagsbulletin Claudia Leins 17. Mai 2021


Obwohl… vielleicht wäre es ja doch ganz nett, den ein oder anderen… wo hab ich denn das Abschlussfoto von damals?! Bin bei der Suche auf mumifizierte Kaugummistreifen gestoßen – ob das Menschenkunde-Museum da eventuell Interesse dran haben könnte?! Ah, da ist ja das Foto… Bloß, wer sind all diese Leute… und… haha… die sieht ja wirklich zum Schießen aus – Hasenzähne, Topffrisur und dann noch diese überdimensionalen Schulterpolster… äh, Moment Mal, das bin doch… ähem… habe gerade beim Versuch, das Beweismaterial zu verbrennen leider den Schreibtisch angesengt. Schwamm drüber – zumindest eins steht fest: Die Abifeier findet definitiv ohne mich statt. An dem Wochenende hab ich sowieso schon was vor… und nur wegen so einem komischen Fest durch halb Bayern zu fahren macht überhaupt gar keinen Sinn.



Andererseits könnte es womöglich ganz interessant sein, mal zu schauen, was aus meiner großen Liebe damals geworden ist. Nicht, dass ich an den Typen jemals denken würde. Ist ja auch schon ewig her. Außerdem hab ich wohl was Besseres zu tun, als alten Geschichten hinterher zu trauern. Also ehrlich! Na gut, okay, vielleicht hab ich ihn ein, zwei Mal gegoogelt. Aber nur ganz kurz. Er trägt inzwischen Brille, steht ihm gar nicht so schlecht. Ob er mittlerweile verheiratet ist?! Nicht, dass mich das wirklich beschäftigen würde. Nur so… allgemein. Aber wo ich gerade am Rechner bin… schadet ja nicht, mal einen völlig unverbindlichen Blick auf die Liste zu werfen mit denjenigen, die bereits für das Fest zugesagt haben… Ach, er kommt auch?! Wenn ich’s mir genau überlege… eventuell könnte ich natürlich das ein oder andere verschieben…. und so weit ist es jetzt auch wieder nicht… Wo ist denn eigentlich die Telefonnummer meiner Kosmetikerin?! Einen Frisörtermin sollte ich auch mal wieder ausmachen… dass ich mit Yoga wieder anfange, steht sowieso schon ewig lang fest…

  Und wo zur Hölle sind diese extrem leckeren Diätrezepte aus der Brigitte…?!