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  ...  Aus dem Leben einer Blondine, Rabenmutter und Autorin am Rande des Wahnsinns

… aus dem Leben einer Blondine,
Rabenmutter und Autorin
am Rande des Wahnsinss

Oh, Hallo…

da ist ja jemand… ups… nun, äh… schön, dass du auf meinem Blog vorbeischaust… nicht, dass du der oder die Erste wärst… nein, nein… ich hab nur grad im Moment nicht damit gerechnet… bin ja noch völlig ungeschminkt… und meine Nägel sind auch noch nicht gemacht… aber ich freue mich sehr, dass du dir offensichtlich gerne die Ideen und Gedanken einer Blondine zum Leben, der Welt im Allgemeinen… und natürlich wichtigen kosmetischen Fragen ansehen willst… wie?! Ach, du bist nur aus Versehen auf dieser Seite gelandet?! Tja, hm… vielleicht kannst du trotzdem einen winzigen Blick riskieren…?! Ich mein, kostet ja nichts, oder?! Okay, ich leg als kleines Dankeschön auch noch einen schlechten Witz obendrauf…

Also, kommt eine Blondine in die Bibliothek…

BLOG

Haarige Zeiten

Keine Ahnung, warum bei vielen Frauen mit zunehmendem Alter die Äußerlichkeiten so enorm an Bedeutung gewinnen. Ich hingegen bin da völlig entspannt – letztendlich kommt es doch nur auf die inneren Werte an und nicht, wieviel Kilo man auf den Hüften, oder wie viele Falten man im Gesicht hat, oder?! Body Positivity ist praktisch mein Lebensmotto… quasi… okay, ungeschminkt und unfrisiert würde ich mich jetzt nicht unbedingt auf die Straße begeben, aber ansonsten…

Claudia Leins Blog
Äh, Moment… wo kommt denn plötzlich dieses Büschel Haare in der Badewanne her…?! Und in der Bürste sind irgendwie auf einmal auch viel mehr Haare als früher… ziemlich besorgniserregend… wenn ich’s genau bedenke, ist mein Pferdeschwanz tatsächlich schon etwas dünner geworden. Dies hat zumindest eine gründliche Nachkontrolle durch ununterbrochenes Ertasten, sowie einem minütlich erfolgten Blick in den Spiegel ergeben.

Oh mein Gott, nun ist es so weit – ich werde eine von diesen alten Frauen, die ihr schütteres Haar über die kahlen Stellen kämmen müssen. Womöglich bekomme ich sogar eine komplette Glatze… grauenvolle Vorstellung… wobei ich mir dann natürlich eine dieser schicken Perücken zulegen könnte, die… nein, nicht, bevor ich nicht alles versucht habe, um diese drohende Katastrophe abzuwenden!

Gleich mal im Internet recherchieren, was man da machen kann. Die Arbeit muss eben solange erst einmal liegen bleiben, es gibt jetzt wichtigere Dinge. Aha… Basilikum soll helfen… werde mir gleich mal eine Pflanze zulegen. Außerdem bin ich noch auf mehrere Pflegeprodukte gestoßen, die bei regelmäßiger Anwendung volles, glänzendes Haar in ein paar Wochen versprechen… die Fotos und Erfahrungsberichte sehen wirklich sehr überzeugend aus… oha, ganz schön teuer… aber dafür bestimmt umso wirksamer… gleich mal bestellen… kann ja nicht schaden. Immer noch günstiger als eine Haartransplantation… obwohl man dies eventuell auch in Erwägung ziehen sollte.

Ach, meine Frisörin sagt, dass Haarausfall bei meiner Menge an Haaren ganz normal ist, besonders im Frühjahr…?! Klar, hab ich mir eigentlich gleich gedacht…

    Ein Glück, dass ich nicht eitel bin! Sonst hätte mich das Ganze vielleicht doch ein wenig beunruhigt…

Easy Smalltalk

Ein Treffen mit Kollegen in einem Restaurant steht an… herrlich, endlich mal wieder ein Abend außer Haus… ähem… natürlich gehe ich andauernd aus… sozusagen ununterbrochen… schließlich pflege ich ein reges Sozialleben. Dummerweise sind die meisten solcher Verabredungen jedoch recht spät… also, nach 18:00 Uhr… quasi mitten in der Nacht… weshalb es gelegentlich… praktisch so gut wie nie… vorkommen kann, dass ich zu müde bin, um mich auf den Weg zu machen. Was keineswegs an meinem Alter liegt, sondern einzig und allein an meiner neuen Couch, die regelmäßig dafür sorgt, dass ich mich einfach nicht mehr von ihr erheben kann. Mittlerweile habe ich den starken Verdacht, dass es sich dabei um eines dieser höchst gefährlichen menschenfressenden Exemplare handelt… ich hätte das Teil vielleicht nicht ohne sorgfältigere Überprüfung im Internet bestellen sollen… man hört ja immer wieder von Fällen, wo Menschen urplötzlich von ihrem Sofa verschluckt wurden. Falls ich mich also irgendwann nicht mehr melden sollte, dürfte klar sein, welches Schicksal mich ereilt hat…

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Aber jetzt wieder zu meinem unvergesslichen Ausgehabend… wie nett, der Kollege, der übrigens in den USA lebt, hat ein paar seiner amerikanischen Freunde dabei… die allerdings kein Wort deutsch sprechen. Zum Glück verfüge ich über ausgesprochen fundierte Englischkenntnisse, deshalb dürfte es keinerlei Problem darstellen, mit den Amerikanern eine entspannte Konversation zu bestreiten. Nun gut… eigentlich hatte ich nur in der Schule Englisch… und auch sonst wenig Gelegenheit, meine Sprachkompetenz unter Beweis zu stellen… aber so ein bisschen Smalltalk kann ja wohl nicht so schwer sein!

Oh Mann, reden die schnell… da kommt man irgendwie überhaupt nicht mehr hinterher… wäre wirklich schön, wenn die Herrschaft zwischendrin mal Luftholen würden, damit ich… ah, gerade erzählen sie irgendwas von Kuus, oder Gnus, oder so… keine Ahnung, was zur Hölle das sein soll… am besten, ich nicke einfach verständnisvoll auf die Frage, ob mir diese Dinger ein Begriff sind… und breit lächeln kann auch nie schaden. Hm… offenbar scheint meine Antwort wohl nicht ganz zufriedenstellend gewesen zu sein… Moment – sie zeigen mir ein Foto… ach, Gänse… Goose… logisch, hab ich mir doch gleich gedacht… anscheinend halten sie sich Gänse als Haustiere… wie süß… es geht doch nichts über wahre Tierliebe… wirklich herzerwärmend! Äh… halt… oder handelt das Gespräch etwa davon, die armen Viecher zu essen?! Gänsebraten, sozusagen…?! Ich bin mir nicht sicher… am besten wieder nicken und lächeln, damit kann man nichts falsch machen…

    Hach, ist doch immer wieder schön, in einer fremden Sprache zu plaudern!

Ordnung im Blondinen-Leben

Habe gerade einen Artikel über die positiven Effekte des Aufräumens gelesen… angeblich werden dabei sogar Glückshormone freigesetzt… aha… okay… Außerdem soll ein sauberes und ordentliches Umfeld die Konzentration und Produktivität steigern… interessant… Wobei ich persönlich natürlich schon immer wusste, dass Ordnung das halbe Leben ist… weswegen sich bei mir zuhause auch alles stets an seinem Platz befindet… quasi.

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Im Prinzip ist es nämlich gar nicht so schwer, Ordnung zu halten – man muss nur die Dinge, die man gerade benutzt hatte, danach sofort wieder wegräumen. Z.B. werde ich jetzt, nachdem ich meinen Morgentee zu mir genommen habe, den Becher und die Kanne gleich… Moment, vielleicht schau ich erst noch schnell in meine Mails… nicht, dass ich da was Wichtiges verpasse…

Ach, stehen der Becher und die Kanne etwa immer noch da…?! Komisch… andererseits – Arbeit geht halt vor, so gesehen… schließlich muss das Geld für den Tee ja irgendwo herkommen, gell…?! Gut, dann werde ich das wohl mal eben in die Küche… dabei fällt mir ein – bevor ich aufräume, könnte ich mir eigentlich noch rasch was zum Essen machen… dann lohnt sich das Ganze wenigstens… und nicht, dass ich beim Befüllen der Spülmachine womöglich noch in den Unterzucker komme… Hausarbeit ist ja bekanntermaßen extrem kräftezehrend. Frisch gestärkt erledigt sich die Aufräumerei danach bestimmt wie von selbst! Mmh… bin plötzlich so müde… ich glaube, ich sollte mich lieber ganz kurz hinlegen… nur zur Sicherheit, sozusagen… immerhin heißt es nicht umsonst: Nach dem Essen sollst du ruhen…

Ups… da bin ich doch tatsächlich komplett weggepennt… na so was! Allerhöchste Zeit, dass ich mich wieder an den Schreibtisch setze, sonst ist das heutige Pensum nicht mehr zu schaffen. Für solche Nebensächlichkeiten wie Aufräumen oder Abspülen hab ich deswegen jetzt wirklich keine Zeit! Mach ich dann später… oder morgen… oder so…


Man kann’s schließlich auch übertreiben mit dem Ordnungswahn…

Quarantäne-Queen

Nachdem sich die Coronafälle in meinem Umfeld häufen, war abzusehen, dass es auch irgendwann mich treffen wird. Kein Problem, schließlich habe ich mich bereits seit Wochen mental und technisch auf den Ernstfall vorbereitet. Der Kühlschrank ist gefüllt, die Vorräte an Toilettenpapier, Nudeln und Mehl wurden aufgestockt… und die Fernbedienung liegt bereit. Kann also nichts mehr schief gehen… die zwei Wochen Quarantäne überstehe ich locker! Keine Ahnung, warum manche Leute deswegen so ein Theater machen… ich bin ja schon aus beruflichen Gründen daran gewöhnt, die meistens von Zuhause aus zu arbeiten. Weswegen die 14 Tage mit Sicherheit wie im Flug vergehen werden.

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Hm… etwas merkwürdig ist es schon, dass man so gar nicht das Haus verlassen darf… also, nicht mal zum Bäcker, quasi… wo ich gerade jetzt unbändigen Appetit auf frische Brezeln hätte… schließlich bin ich krank, da sollte mir eigentlich jeder Wunsch von den Augen abgelesen werden. Aber die pflegerischen Qualitäten der Hunde lassen leider sehr zu wünschen übrig… und da in dem Laden neben Backwaren auch Wurst angeboten wird, ist es wahrscheinlich keine gute Idee, sie alleine zum Einkaufen zu schicken. Auf die Katzen ist ebenfalls kein Verlass – anstatt sich liebevoll um mich zu kümmern, haben sie sehr deutlich ihren Unmut darüber geäußert, dass ich aufgrund meiner Krankheit die Fütterungszeiten nicht pünktlich eingehalten habe. Nun gut, dann werde ich eben heldenhaft auf meine Brezeln verzichten… sehr bedauerlich, dass kein Kamerateam in der Nähe ist, um meine tapfere Bewältigung dieser schwierigen Phase für nachkommende Generationen festzuhalten. Werde mich gleich mal erkundigen, ob ein Fernsehsender eventuell Interesse an diesem extrem wichtigen Zeitdokument hätte…

Unglaublich, wie schnell die Zeit in der Quarantäne verfliegt… inzwischen müsste ja schon wenigstens die Hälfte… ach, erst zwei Tage…?! Doch so wenig… komisch… kommt mir irgendwie länger vor… nicht, dass ich Probleme damit hätte, noch ein wenig hier daheim auszuharren… endlich kann ich mich ganz in Ruhe meinen anstehenden Projekten widmen. Wobei… andererseits darf man nicht vergessen, dass ich mich im Krankenstand befinde… praktisch arbeitsunfähig, sozusagen. Weshalb ich lieber mein Wissen über die neuesten Netflix Serien auffrischen sollte… derartige Informationen sind ja in meinem Job quasi essentiell… und außerdem lassen sich so etliche Stunden sinnvoll füllen.

Na, dann mal sehen, wie viele Tage mittlerweile vergangen sind… wie, erst drei…?! Kann nicht sein… dabei muss es sich um einen Irrtum handeln… ob an den Verschwörungtheorien vielleicht doch was dran sein sollte…?! Hat Olaf Scholz etwa an der Uhr gedreht?! Oder bin ich womöglich aus Versehen in eine Geheimoperation der NSA geraten…?!

    Hilfe – ich will sofort hier raus…!!

Fit und frisch

Sicher, man kennt das ja – zu Beginn des neuen Jahres werden etliche gute Vorsätze gefasst, die dann genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten. Bei mir ist das jedoch anders – wenn ich mir etwas vornehme, wird das selbstverständlich auch konsequent durchgezogen… und zwar so was von! Wobei es im Prinzip eh kaum etwas gibt, was ich noch zu verbessern hätte… okay, bisschen mehr Sport könnte vielleicht nicht schaden – meine tägliche Yoga-Routine hat doch ein wenig gelitten in letzter Zeit… aufgrund der Umstände, sozusagen… nicht meine Schuld… diese ganzen Feiertage bringen einem den Tagesrhythmus völlig durcheinander!

Claudia Leins Das Montagsbulletin
Zum Glück hat nun endlich der Alltag wieder begonnen – höchste Zeit also, das mit meiner sportlichen Betätigung erneut aktiv anzugehen… regelmäßige Praxis ist nämlich das A und O! Weshalb ich mich sofort ans Üben machen werde… äh, gleich… nach dem Frühstück… Sport auf nüchternen Magen kann bekanntlich zu ernsten Kreislaufproblemen führen… hab ich erst neulich gelesen… lieber kein Risiko eingehen. So, aber jetzt – frisch gestärkt auf die Matte! Hm… möglicherweise war es doch keine so gute Idee, noch ein fünftes Schokobrot zu essen… irgendwie kneift die Yogahose ein wenig… liegt zwar höchstwahrscheinlich daran, dass ich sie das letzte Mal zu heiß gewaschen habe… ein paar neue Leggins könnten trotzdem nicht schaden… außerdem ist gerade Schlußverkauf… werde gleich mal einen kurzen Blick ins Internet werfen…

Oha… so spät schon… tja, damit ist leider das Üben für heute gestorben – ich hab schließlich auch noch was anderes zu tun. Davon abgesehen gibt es sowieso nichts Besseres, als mit Yoga in den Morgen zu starten… erfrischt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist, quasi… danach ist man für das Tagwerk perfekt gerüstet. Einziger Nachteil dabei ist eventuell die Tatsache, dass ich dafür etwas eher aufstehen muss, um arbeitsmäßig nicht in Verzug zu geraten. Doch das dürfte kein Problem sein… einfach nur den Wecker auf eine Stunde früher stellen und dann… ups… schaut so aus, als hätte ich total verschlafen… zu dumm, dann wird das heute wohl auch nichts, mit dem Yoga…

    Im Grunde genommen ist ein erholsamer Schlaf ohnehin viel wichtiger als Sport …

Das Jahrhundertwerk


Als außerordentlich talentierte Autorin verfüge ich natürlich über einen schier unerschöpflichen Vorrat an Einfällen. Unter anderem gehe ich schon länger mit einer Idee für eine Fernsehserie schwanger, die kaum großartiger sein könnte… genauer gesagt bin ich mir sogar ziemlich sicher, dass ich mich mit diesem Serienkonzept an die Spitze der Unterhaltungs-Größen katapultieren werde… der Bayerische Fernsehpreis ist auf jeden Fall in greifbare Nähe gerückt… ich würde sogar sagen, dass durchaus die realistische Chance auf einen Emmy besteht.
Claudia Leins Blog
Der Krönung meiner beispielhaften Karriere steht also nichts mehr im Wege… nun ja… äh… nichts… bis auf die – natürlich völlig unerhebliche – Kleinigkeit, dass ich meine fabelhaften Geistesblitze noch irgendwie zu Papier bringen, bzw. in den Rechner tippen muss. Aber das dürfte kein Problem darstellen… schließlich ist die komplette Serie in meinem Kopf bereits fix und fertig ausgearbeitet… ich kann praktisch schon spüren, wie die Inspiration durch meinen Körper strömt… nun ist endlich der richtige Moment gekommen, um meiner unglaublichen Kreativität freien Lauf zu lassen… nichts wie ab an den Laptop und dann…

Hm… vielleicht sollte ich vorher noch ein wenig recherchieren… sicherheitshalber, quasi… das Ganze muss ja hieb und stichfest sein, wenn ich damit Hollywood erobern will… ach, sieh mal einer an… es gibt doch tatsächlich etliche Bücher zu dem Thema… am besten, ich bestelle gleich alle… nur für den Fall. Dauert natürlich eine Weile, mich da durchzuarbeiten… aber dafür bin ich dann ausgezeichnet gerüstet… weshalb mir das Schreiben mit dieser Fülle an Hintergrundwissen garantiert umso leichter von der Hand gehen wird.

So, ran an die Tasten… hah, perfekt – der erste Absatz steht… die Sache läuft. Obwohl, bei genauerer Betrachtung… vielleicht ist diese Formulierung doch ein wenig zu… und der Satz da macht ebenfalls einen ziemlich holprigen Eindruck… möglicherweise sollte ich auch kurz die Figurenkonstellation erneut überdenken… die Frage ist außerdem, ob ich nicht grundsätzlich einen anderen Ansatz verfolgen müsste, der… nun, äh… ich schätze, es kann nicht schaden, noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen… oder zwei, oder drei…

    Wenn ich mir’s richtig überlege… vermutlich ist gerade sowieso ein echt schlechter Zeitpunkt, um ein derartig bedeutendes Projekt in Angriff zu nehmen…

Auf ein Neues

Tja… sind die Feiertage auch schon wieder vorbei… ging jetzt doch überraschend schnell, irgendwie… eigentlich hatte ich ja große Pläne für die Zeit zwischen den Jahren – meinen Kleiderschrank ausmisten, endlich die Steuerunterlagen einsortieren, das Büro aufräumen… im Nachhinein betrachtet allerdings eindeutig viel zu viel, was ich mir da vorgenommen hatte… kaum zu schaffen in diesem kurzen Zeitraum… quasi komplett unrealistisch. Obwohl ich rein theoretisch selbstverständlich in der Lage wäre, so eine Herkulesaufgabe zu bewältigen… nichts leichter als das…

Claudia Leins Blog

Aber man darf nicht vergessen, dass dem Ganzen einige extrem anstrengende Tage vorangegangen sind… allein wenn ich an den Verzehr der Unmengen von Weihnachtsplätzchen denke… ein unwahrscheinlicher Kraftakt, den ich ohne nennenswerte Hilfe in Rekordzeit vollbracht habe… oder die Vernichtung sämtlicher Alkoholbestände… wobei ich ebenfalls so gut wie keine Unterstützung hatte. Kein Wunder, dass ich von meinem Vorhaben kaum etwas umsetzen konnte… also… äh… gar nichts, genau genommen… im Prinzip sollte man diese Zeit sowieso lieber zur Entspannung nutzen… der Alltag holt einen noch früh genug wieder ein. Und es kann doch nicht schaden, sich noch ein paar Tage Erholung zu gönnen, bevor der Stress nach den Feiertagen dann weitergeht, oder…?!

Auf jeden Fall bin ich inzwischen perfekt gerüstet für sämtliche Aufgaben, die im neuen Jahr anstehen… wie z.B. das Abschmücken des Christbaumes… eine Kleinigkeit, die dennoch gemacht werden muss. Kein Problem, das habe ich im Handumdrehen erle… hm… mir ist vorher gar nicht aufgefallen, wie viele Kugeln da dranhängen… und Strohsterne… und Schleifen… und… ich muss das für nächstes Weihnachten unbedingt im Kopf behalten… weniger ist mehr, sozusagen. Aber nun frisch ans Werk… schnell die Kartons aus dem Keller holen, und dann…

    Andererseits… der Baum sieht echt noch ziemlich gut aus… die paar Nadeln stören wirklich kaum… und die Kerzen leuchten so hübsch, abends im Wohnzimmer…

Alle Jahre wieder…

Der Countdown für das perfekte Weihnachtsfest läuft. Diesmal schaff ich es, das hab ich im Gefühl – Martha Stewart, Doris Day und der gesamte bayerische Landfrauenverband werden stolz auf mich sein! Nur noch schnell auf die Post, Paketscheine holen, und dann… 
Verdammt, beim Olympiareifen Endspurt zum Auto auf der spiegelglatten Einfahrt ausgerutscht. A… ähem, Steißbein geprellt, Wirbelsäule gestaucht, Kopf irgendwie wackelig, da oben. Jetzt nur keine Schwäche zeigen – die Mission perfektes Weihnachten muss durchgezogen werden!! 


Claudia Leins Das Montagsbulletin

Kopf doch stärker in Mitleidenschaft gezogen, als gedacht. Beim Backen der letzten Plätzchen sowohl Zucker, als auch Backpulver vergessen – vielleicht kann man die Teile ja als Wurfgeschosse verwenden, um feindliche Nachbarn abzuwehren, die… zu spät. Die erste Nachbarin hat bereits den Hausflur geentert, um mich mit einem Teller voll perfekt geformter Plätzchen, sowie selbst gemachtem Eierlikör auf die hinteren Plätze im hausfraulichen Weihnachtsrennen zu verweisen. Selbst gemachter Eierlikör?!?! Was zur Hölle…?!

Nie wieder Eierlikör – ein Teufelszeug!! Vor allem in Verbindung mit Kopfschmerztabletten… egal, der Kampf um das perfekte Weihnachten geht weiter. Allerdings stellen sich die im Eierlikörrausch geschriebenen Grußkarten als nicht verschickbar heraus – kaum zu entziffern, und „schönes… Dings, ihr wisst schon…“ ist jetzt womöglich auch nicht ganz… na ja, was soll’s… kann ja eh kein Schwein lesen…  Gerade die Weihnachtspost einer Freundin geöffnet – mit selbst gebasteltem Fotobüchlein, dazu passende Sprüche ihrer Kinder – herzig. Muss das mit den Karten doch nochmal überdenken…

Hinke dem Zeitplan total hinterher. Und auch sonst – ernsthaft über die Anschaffung eines Rollators nachgedacht… Doch jetzt erst mal zu diesem Weihnachtsgedöns – Christbaum ist gekauft, müsste nur aus dem Auto in den Garten transportiert werden. Schwierig, weil ich mich bei der Auswahl anscheinend etwas in der Größe verschätzt habe. Beim Versuch, den Baum selbst aus dem Auto zu zerren, rechten Arm verrenkt. Womöglich sieht eine geschmückte Nordmann-Tanne im VW-Bus ja auch recht hübsch aus?! Jetzt nur nicht schlapp machen – der Kampf um das perfekte Weihnachten geht in die heiße Phase. Gut, dass ich das Geschenkpapier bereits vor Wochen gekauft hab, weil bekanntermaßen kurz vor Weihnachten der absolute Geschenkpapiernotstand… was ist das?! Die Katzen haben sich in wilder Raserei über Papier und Geschenkband her gemacht – ja, die süßen Kleinen… direkt Kunst, was daraus entstanden ist. Wo ist eigentlich der Eierlikör?! Da müsste doch noch ein kleiner Rest…

    Sch… auf das perfekte Weihnachten… Prost!!